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Schöne neue Überwachungswelt - wieder ein schauriges Beispiel

netzpolitik.org berichtet von einem Fall, in dem ein Mann aus den Niederlanden deswegen von Aus- und Einreisebehörden (Strecke Amsterdam - Los Angeles) ziemlich malträtiert wurde, weil er sich mit einer bestimmten IP-Adresse eingeloggt hatte, um die Einreiseformalitäten für die USA zu erledigen.

Die IP-Adresse sei nämlich in Jordanien registriert - so die Behörden. Das war sie aber nicht, denn die US-Amerikaner, auf die das Schauspiel zurückgeht, hatten alte IP-Verzeichnisse benutzt, in denen die Adresse des Niederländers eben noch Jordanien zugeordnet war.

Erste Erkenntnis: Offensichtlich  ist es also so, dass Reisende aus  bestimmten Länder unter Generalverdacht gestellt werden. Zweitens: Wer über Tor- oder Vpn-Verbindungen unterwegs ist, sollte sich des Risikos bewusst sein, dass seine ip-Adresse entsprechend zugeordnet wird.

Ansonsten zeigt der Fall wieder, in welche Richtung wir uns bewegen: Die Freiheiten des Einzelnen werden immer mehr zugunsten eines vermeintlich funktionierenden Sicherheitsapparates zurückgeschraubt. Es bedarf deswegen dringend einer breiten gesellschaftlichen Diskussion, wieweit wir die durch Aufklärung und Revolutionen erkämpften Freiheitsrechte tatsächlich aufgeben wollen.