Der sog. "linguistic turn" hat die Sprache ins Zentrum der Philosophie des 20. Jahrhunderts gerückt. Eines der philosophischen Projekte war die Suche nach einer Idealsprache, etwa durch Ludwig Wittgenstein (im Tractatus logico-philosophicus) oder Philosophen des Wiener Kreises (z.B. Rudolf Carnap).
Diese Idealsprache sollte sinnlose Sätze und Missverständnisse vermeiden und so v.a. den Wissenschaften neue Erkenntnisse erleichtern. Man kann sich auch gut vorstellen, dass eine klarere Sprache ohne Unterstellungen, Zweideutigkeiten und Verdrehungsversuche auch im normalen Leben viele Probleme nicht entstehen ließe.
Die Idee einer solchen Idealsprache scheiterte zwar, lieferte aber wichtige Impulse für die Entstehung z.B.von Programmiersprachen. Die Philosophie entwickelte andere Konzepte: Sprache als Sprachspiel, Ordinary language, Sprechakttheorie. Dazu ein anderes Mal mehr.
Mehrdeutigkeiten und Unklarheiten in der Verwendung sprachlicher Ausdrücke führen nicht nur bei Kindern, aber vor allem bei diesen zu Irritationen. Dass eine Mauer beim Fußball nicht der Mauer entspricht, die das Haus begrenzt, muss man ja erst mal lernen. Und dann gibt es ja noch den Ort "Mauer" und spezielle Mauern wie die Berliner oder die Chinesische. Für Fremdsprachenlerner oder eben Kinder ein großes Problem.
Dazu ein schönes Video des WDR ("Die Sendung mit der Maus"):